Unterschiedliche Probleme im Team lösen

Der Prozess des Design Thinking beschreibt eine sehr flexible Methode, mit der unterschiedliche Probleme in Teamarbeit behandelt werden. Die Lösung von Problemen wird dabei kreativ und offen behandelt. 

Vor allem der Ansatz, Fachleute unterschiedlicher Fachrichtungen zusammen zu bringen, macht das Design Thinking oft zu einer reizvollen Alternative zu anderen, klassischen Problemlösungsansätzen. So werden nicht nur festgefahrene Situationen aufgelöst, sondern auch bisher gelöst geglaubte Probleme können neu beleuchtet, um neue Lösungen zu finden.

In die Breite statt in die Tiefe denken

Das Design Thinking steht vor allem im Kontrast zu klassischen, analytischen Ansätzen, so dass vor allem die Breite des Gedankenprozesses hier keine Grenzen mehr hat. Eine breit gefächerte Brainstorming-Phase bildet die Grundlage für die Problemlösung. Aus der menschlichen Sicht heraus soll dies auch die Zusammenarbeit bei der Problemlösung fördern, da jedes Teammitglied ohne Furcht vor „falschen Antworten“ zur Mitarbeit angehalten wird. Auch das Entwickeln ungewöhnlicher Lösungen ist untrennbar mit dem Ansatz des Design Thinking verknüpft Das Design-Denken ist in dieser Hinsicht gleich in mehrerlei Aspekten auf den Menschen als Mittelpunkt fokussiert. Zum einen ist die Arbeit im Team offen und auf Augenhöhe, verschiedene Fachhintergründe und menschliche Erfahrungen werden anerkannt. Man nähert sich dem Problem aus vielen Richtungen. Auch mehrdeutige Aspekte des Design-Prozesses werden im Prozess des Design Thinkings beleuchtet und nicht alles muss gleich klar aufgelöst werden (ein weiterer Gegensatz zur analytischen Methode). Natürlich beschreibt der Design-Prozess die Lösung aber vor allem als Auflösung auf den Nutzer hin. Der Nutzer bleibt immer Blick des Design Thinking. Dies gehört zu den wichtigsten Aspekten und gilt nicht nur für physisch greifbare Produkte. Auch Dienstleistungen und Geschäftsstrukturen profitieren vom Ansatz des Design-Denkens. So kommt der Ansatz, die menschlichen Bedürfnisse als Grundlage der Entwicklung verschiedenster Ideen zu sehen, ursprünglich aus der Designlehre, doch auch wissenschaftliche, erzieherische und geschäftsorientierte Disziplinen profitieren von dieser Denkweise.

 

Grundprinzipien und Spezialfälle der Design-Schule

Grundsätzlich lässt sich der Ansatz des Design Thinking auf vier von Larry Leifert und Christoph Meinel definierte Prinzipien zurück führen. Die menschliche Regel besagt, dass jedes Design im Prinzip menschlich orientiert und sozial interaktiv sein muss. Seite: 1 von 2 Die Regel der Mehrdeutigkeit behält sich die Möglichkeiten mehrerer Deutungen und Perspektiven im Design offen. Die Regel des Re-Designs beschreibt den Prozess des Designs als stetes Re-Design, da es kein originelles Design ohne Quelle mehr gebe. Und die Greifbarkeitsregel versucht, die abstrakten Ideen in greifbare und kommunikative Gegenstände oder Leistungen zu übersetzen.

Diese vier Grundsätze sollen während des Neue Ansätze für Lösungen - Lehrer an der TafelLösungsprozesses als Leitfäden auf den sogenannten „Aha-Moment“ hinführen. Dieser Moment während der Problemlösung beschreibt den Punkt des Umbruchs, in dem der Lösungsprozess plötzlich eine neue Klarheit erhält. Da Design Thinking oft angewandt wird, um eher unklare Probleme anzugehen, ist dieser Aha-Moment als Umbruchso wichtig. Durch die präzise Beschreibung des Problems wird auch die Problemlösung von nun an beschleunigt und auf einen klaren Pfad gebracht. Besonders beliebt ist Design Thinking als Ansatz zur Lösung sogenannter „Wicked Problems“. Dieser Spezialfall eines Problems äußert sich bei vielen Produkten oder Dienstleistungen durch seine Unnahbarkeit. So mögen nur die Eckpfeiler des Problems tatsächlich klar sein, doch selbst die Genauigkeit des Problems bedarf zunächst einiger Teamarbeit. Man weiß eben, dass etwas nicht stimmt, nur was genau ist es? Der Prozess des Design Thinkings kann aufgrund seiner Offenheit alle Möglichkeiten zur Definition des Problems und eines möglichen Lösungsansatzes offen halten.

Probleme und Lösungsrollen durch neu denken

Dabei ist Design Thinking keineswegs ein Ansatz, der nur in kleinen Gruppen und kreativen Start Ups funktioniert. Auch in der „etablierten“ Industrie gilt dieser Lösungsansatz als bewährte Methode, alte Prozesse zu überdenken. Anwender von Siemens über Philips bis hin zu SAP schätzen die nutzer- und kundenorientierten Lösungen, sowie den schnellen Umschlag von Innovationen und Überarbeitungen. Die Offenheit gegenüber mehreren Fachrichtungen und Kompetenzen macht diesen Problemlösungsprozess besonders offen und zugänglich und sorgt dafür, dass auch größere Teams von der verbesserten Kommunikation profitieren.

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