Der Tauschmarkt: Es findet sich immer jemand, der die Dinge braucht Wenn Du es eigentlich schade findest, dass die nette Frau  aus dem Dritten immer nur an Dir vorbei hastet, weil Sie wochentags so busy ist, Du auch selten ein kurzes Gespräch mit Deiner Freundin aus dem Vorderhaus schaffst, solltest Du einmal den Vorstoß wagen und eine Nachbarschaftsparty arrangieren Bei einer solchen Party wird nicht nur gefeiert, es werden auch nicht mehr so geliebte Dinge neue Besitzer finden.

Das ist nicht nur nachhaltig, da nichts weg geworfen wird, sondern auch äußerst kommunikativ und die Gemeinschaft fördernd. Wenn Dich die Idee begeistert, mit den netten (oder auch den etwas weniger netten) Nachbarn ein Fest zu feiern, musst Du nicht mal groß eine Erlaubnis von den Behörden einholen.

close up of a hand, looking on a flea market for clothes.

Nachbarschafts Tauschmarkt jeder macht mit !.

Wenn Ihr im Hinterhof Euren Tauschmarkt  macht, solltet Ihr den Vermieter informieren, das ist es auch schon. Dann ist eine Art Komitee ganz nett, also ein Treffen einer festen Gruppe, die den Rahmen des Ganzen festlegt und auch regelt, woher die Tische und alles Andere kommen.

Ein Riesenaufwand muss das gar nicht sein, denn den berühmten Tapeziertisch hat doch fast jeder irgend wo versteckt. Eine MDF Platte auf Böcken tut es auch. Klappstühle, Samtdecken dazu – der Marktstand steht ! Je mehr Ware, je mehr Teilnehmer, umso schöner Wenn Ihr ein Wochenende für das Event festgelegt habt, das Ihr gerne auf einem Handzettel und auf Anschlägen an alle als „Event, das nachhaltig ist“, ankündigen könnt, müsst Ihr eigentlich nur noch abwarten.

Dass die Ideen sprudeln, ist so gut wie sicher. Nicht nur Tische und Stühle, sondern auch top Ware und ganz sicher auch manche Schüssel mit Nudelsalat oder ein selbst gebackener Marmorkuchen wird auf den mit Retrodecken bestückten Tischen auftauchen.

Nachhaltig ist hier bei eurem Tauschmarkt dann wirklich alles. Ihr werdet staunen, was sich so alles bei den Nachbarn auf dem Dachboden oder in der Kammer findet.

Und das Beste – Ihr gebt die Sachen nur an einander weiter. Ein Profit ist ausdrücklich ausgeschlossen

Zumindest in finanzieller Hinsicht. Ihr profitiert dennoch, denn Ihr gewinnt mehr Nähe, habt ordentlich Spaß, und die Nachbarschaft wächst zusammen. Alles ist wertvoll Wenn Du Dir jetzt schon überlegst, was endlich mal weg kann, ist das schon der erste Schritt zum Loslassen. Die vielen Dinge, die man so hortet, oft, ohne sie zu nutzen, werden bei dem Event einem neuen Nutzen zugeführt. Toll! Du packst also eine oder zwei große Taschen voll, und dort hinein kommen alte Leggings, die Shirts, deren Muster Du nicht mehr sehen kannst. Hinzu kommen Bücher, CDs, die Teekanne und auch manch Schmuckstück. Das, was Du verschmähst, wird so zum Schatz, der Andere ganz sicher interessiert. Wenn Du die Dimension „nachhaltig“ im Kopf hast, kommt natürlich noch mehr Freude auf. Alles hat seinen Wert, alles kann noch einmal neu verwendet werden! Und, wer weiß, ob die sonst etwas scheue und sehr schnelle Nachbarin aus dem Dritten nicht zur neuen Freundin wird.

Bei solchen Events, die gerne bis in die Nacht dauern können, kann viel passieren – viel mehr als nur der Austausch von Jeans und alten Schallplatten!